VOICE OF NEW WORK Podcast #3: Vom Potenzial menschlicher Unterschiede, Führungkraft und Human Design

Bei VOICE OF NEW WORK sprechen wir über Arbeit, Zusammenarbeit und die Dinge, die wir oft erst dann verstehen, wenn wir genauer hinschauen. Unsere dritte Folge führt uns zu Mag. Pamela Falkensteiner. Aus ihren Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen im In- und Ausland und ihrer eigenen Suche nach dem, was sie wirklich ausmacht, beschäftigt sie heute eine Frage besonders:

Wie können wir die Einzigartigkeit jedes Menschen als Potenzial für uns selbst, für Führung und für Teams nutzen?

Was passiert, wenn eine Betriebswirtin den Fehler in Human Design finden und dabei der Dysfunktionalität von Teams auf den Grund geht?

Trotzdem hat sie den „Fehler“, nach dem sie ursprünglich gesucht hatte und der Human Design als esoterischen Hokuspokus entlarven würde, bis heute nicht gefunden. Im Gegenteil: Rund 1.000 Menschen später erlebt sie immer wieder, wie sehr sich Menschen in ihrem Design wiedererkennen – manche so sehr, dass sie selbst eine Human Design Ausbildung beginnen.

In der dritten Folge von VOICE OF NEW WORK sprechen wir mit Pamela Falkensteiner über ihre eigene Suche, über individuelle Potenziale und darüber, was das für Führung und Teams bedeutet.

Wenn man sich immer wieder fehl am Platz fühlt

Pamela erzählt, dass sie sich in ihren beruflichen Kontexten häufig fehl am Platz gefühlt hat. Sie hatte einen hohen Anspruch an sich selbst, wollte zu den Besten gehören und arbeitete unter anderem bei BMW in Österreich und bei Salesforce in Argentinien. Gleichzeitig merkte sie immer wieder, dass ihre Art nicht zu den jeweiligen Unternehmenskulturen passte.

In Meetings sprach sie Dinge aus, die andere als provokant empfanden und die manchmal Wunde Punkte trafen. Heute sieht sie genau diese Provokation anders: Was sie früher als eine negative Eigenschaft loswerden wollte, betrachtet sie heute als eine ihrer Qualitäten.

Ihre Frage wurde deshalb irgendwann grundsätzlicher: „Was macht mich eigentlich aus und wo kann ich meine eigenen Qualitäten wirklich einbringen?„

„Ich wollte den Fehler finden.“

Auf dieser Suche stieß Pamela auf Human Design. Ihre erste Reaktion war nicht Begeisterung, sondern Skepsis. Als Betriebswirtin und mit ihrer ausgeprägten Forscherinnen-Seite wollte sie verstehen, was dahintersteckt.

Also begann sie, Human Design selbst zu untersuchen, holte Meinungen aus ihrem Netzwerk ein und arbeitete mit Menschen. In den vergangenen zehn Jahren hat sie nach eigener Aussage rund 1.000 Menschen begleitet. Und den Fehler, den sie ursprünglich finden wollte, hat sie bis heute nicht gefunden.

Dabei geht es für sie nicht darum, Menschen in Schubladen zu stecken. Mit Human Design beschäftigt sie sich mit der Einzigartigkeit eines Menschen – mit Stärken, Potenzialen und auch den Schattenseiten.

Was das für Führung bedeuten kann

Für Pamela liegt genau darin ein großes Potenzial für Unternehmen: Wir müssen nicht alle gleich funktionieren. Nicht jeder muss so performen wie die Führungskraft. Menschen bringen unterschiedliche Fähigkeiten mit und nehmen Dinge unterschiedlich wahr. Wenn eine Führungskraft das erkennt, kann sie auch besser verstehen, warum jemand anders reagiert oder arbeitet als sie selbst. Für Pamela bringt genau dieses Verständnis mehr Menschlichkeit in Führung.

Gleichzeitig stellt sie die Führungs-Kraft selbst infrage. Viele Führungskräfte versuchen, Erwartungen zu erfüllen, die von einer höheren Ebene an sie gestellt werden. „Die wenigsten führen aus ihrer eigenen Kraft“, sagt Pamela.

Deshalb beginnt Führung für sie bei der Führungskraft selbst. Wer ein Team mit Human Design unterstützen will, sollte zuerst bereit sein, bei sich selbst anzufangen. Es reicht nicht, die Methode an das Team auszulagern und selbst nur den Nutzen daraus ziehen zu wollen.

95 % der Teams sind dysfunktional

Pamela spricht von 95 % dysfunktionalen Teams und von dem „Sand im Getriebe“, der in vielen Organisationen Energie und Geld kostet. Unternehmen kommen deshalb mit konkreten Fragen zu ihr: Was passiert, wenn eine neue Führungskraft ein bestehendes Team übernimmt? Wie kann ein neues Team von Anfang an anders zusammenarbeiten? Und welche Potenziale bleiben bisher vielleicht ungenutzt?

Dabei geht es nicht darum, aus Human Design abzuleiten, was jemand „nur“ kann. Es geht vielmehr darum, einen Kontext zu schaffen, in dem sich die individuellen Qualitäten eines Menschen möglichst frei entfalten können – sodass Arbeit Energie gibt.

Im Podcast wird klar, sowohl bei Human Design als auch bei New Work geht es: nicht zuerst um neue Prozesse oder Technologien, sondern darum, wie wir Menschen sehen und miteinander umgehen. Und dafür braucht es innere Arbeit – bei der Führungskraft genauso wie beim Team.

Am Ende des Gesprächs sagt Pamela, dass Wettbewerb und Vergleich für sie verschwendete Energie sind, weil jeder Mensch einzigartig ist. Ihr Wunsch ist, dass wir viel früher beginnen, diese individuellen Potenziale zu erkennen – idealerweise schon in der Schule.

Vielleicht liegt unser größtes Potenzial deshalb tatsächlich nicht darin, noch besser zu werden, sondern darin zu entdecken, was noch in uns steckt.

🎙️ VOICE OF NEW WORK Podcast #3

Was Führungskompetenz mit Human Design zu tun haben kann

Mit Mag. Pamela Falkensteiner

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Dieser Podcast wurde im Ai Media Lab von COWORKINGSALZBURG produziert. Unsere neuen Workshopräume sowie das Ai Media Studio wurden in Kofinanzierung mit der FFG umgesetzt.

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Dazu gibt es im Oktober die Gelegenheit: